FAQ: Klettbänder

Produktinformationen und Nutzungshinweise

Alle Fragen und Antworten zum Thema Klettband: Hier finden Sie häufige Fragestellungen zu Produkt und Nutzung. Wenn Sie keine passende Antwort gefunden haben, sprechen Sie uns gerne persönlich an. Unsere Fachberater stehen Ihnen jederzeit zur Verfügung

Häufige Fragen zu Klettbändern

Wichtige Schritte zur Oberflächenvorbehandlung

Man unterscheidet zwei konventionelle Reinigungsmethoden, und zwar mechanisches und chemisches Reinigen, bzw. deren Kombination.

Mechanische Vorbehandlung

Vor dem Aufrauen der Oberflächen müssen diese eingefettet werden. Anschließend wird ein Schleifvlies oder Schleifmittel angewendet. Danach muss der Schleifstaub abgeblasen bzw. durch ein Reinigungsmittel abgewischt werden. Bei Kunststoffoberflächen ist die Lösemittelverträglichkeit zu prüfen.

Chemische Vorbehandlung

Zum Entfernen von Staub, Fett, Öl und Trennmittel können folgende Reinigungsmittel eingesetzt werden:

  • Isopropanol bzw. ein Gemisch Isopropanol/dest. Wasser (1:1) – oder Alkohol
  • Methylethylketon (MEK)
  • Toluol (Reach Zulassung erforderlich für die Herstellung und die Anwendung)
  • Aceton
  • WB-Reiniger 104 (auf Alkoholbasis + Additiv)
  • WB-Reiniger 100 (auf Alkoholbasis)
  • WB-Reiniger 110 (auf Wasserbasis)

Die Eignung der Lösemittel ist grundsätzlich abhängig von der zu reinigenden Werkstoffoberfläche. Beim Umgang mit Lösemitteln und Chemikalien sind unbedingt die Sicherheitsvorschriften der Hersteller zu beachten. Verwenden Sie vorzugsweise saubere, fusselfreie Einweg-Papiertücher zum Reinigen der Oberflächen. Gereinigte Oberflächen sind kurzfristig zu verkleben und vor Wiederverschmutzung (speziell Fingerabdrücke) zu schützen.

Die Reinigung soll jeweils in einer Bewegungsrichtung erfolgen (nicht hin und her wischen). Die zu verklebenden Teile sind ggfs. mehrmals zu reinigen.Der Reinigungslappen muss hierfür jeweils neu an einer nicht benetzten Stelle mit Reiniger benetzt werden.

Entscheidend für die Verklebung/Verbindung von Klebeband zu Werkstoffen miteinander oder untereinander ist die Kenntnis der Oberflächenspannung der zu verklebenden Produkten. Unterschieden wird zwischen niederenergetischen oder hochenergetischen Oberflächen. Die jeweilige Oberflächenspannung kann sehr einfach und kostengünstig durch Dynstifte kurzfristig ermittelt werden. Oberflächenspannungen < 38 dyn sind niederenergetisch und > 38 dyn sind hochenergetisch. Davon hängt die Weiterbehandlung der zu verklebenden Oberfläche ab.

Der zu klebende Untergrund muss in sich fest, tragfähig, frei von Staub, Fett, Ölen und Trennmitteln sein. Lose Partikel müssen entfernt werden.

Auf unbehandelten Holzoberflächen ist keine ausreichende Adhäsion zu erzielen. Abhilfe: Lackierung, mit Klebstoff-Primer vorbehandeln oder die Auswahl der Selbstklebung verändern.

Denn es gilt: Die Festigkeit struktureller Verklebungen ist nur so gut wie die Festigkeit der Oberfläche selbst.

Die günstigste Verarbeitungstemperatur (Objekt- und Umgebungstemperatur) liegt bei ca. 20 °C.

Abzuraten ist von Klebungen, bei denen die zu klebenden Oberflächen kälter als 10 °C sind. Insbesondere sollte Kondensatbildung vermieden werden – z. B. dann, wenn die zu verbindenden Werkstoffe aus kalten Lagerräumen in warme Produktionsräume kommen.

Die Festigkeit der Klebung ist direkt abhängig von dem Kontakt, den der Klebstoff zu den zu klebenden Oberflächen entwickelt.

Ein hoher Andruck (z. B. mit einer Andruckrolle oder Rakel) sorgt für einen guten Oberflächenkontakt. Art und Höhe des Andrucks ist abhängig vom Werkstoff (dünn- oder dickwandig etc.) und von der Geometrie der Bauteile.

Kritisch sind Klebungen auf folgenden Oberflächen:

Polyolefine (Polyethylen, Polypropylen), Gummi
Niederenergetische Oberflächen erfordern ein Klebeband mit Acrylatkern Ausführung.

Entscheidend für die Verklebung/Verbindung von Klebeband zu Werkstoffen miteinander oder untereinander ist die Kenntnis der Oberflächenspannung der zu verklebenden Produkten. Unterschieden wird zwischen niederenergetischen oder hochenergetischen Oberflächen. Die jeweilige Oberflächenspannung kann sehr einfach und kostengünstig durch Dynstifte kurzfristig ermittelt werden. Oberflächenspannungen < 38 dyn sind niederenergetisch und > 38 dyn sind hochenergetisch. Davon hängt die Weiterbehandlung der zu verklebenden Oberfläche ab.

Für hochenergetische Oberflächen gilt i. d. R. die mechanische ggfs. chemische Vorbehandlung ohne große Änderung der Klebebandausführung. Für diese Werkstoffe stehen spezielle Klebebänder zur Verfügung, deren Eignung durch Tests ermittelt werden muss.

Wiederlösbare Befestigungen können im Originalkarton bei 50 % relativer Luftfeuchtigkeit und ca. 20 °C Lagertemperatur aufbewahrt werden. Dabei beträgt die maximale Lagerdauer 12 Monate.