FAQ Klebstoff

Hilfestellungen zu Produkten und Anwendung

Entdecken Sie häufige Fragen und Antworten rund um das Thema Klebstoff. Sollten Sie bei diesen Fragen nicht die gewünschte Antwort finden, dann zögern Sie nicht unsere fachmännische Beratung in Anspruch zu nehmen. 

Häufige Fragen zu Klebstoff

Die Oberflächen müssen zur Verarbeitung sauber, fest und trocken sein. Lose Teile sowie Staub sind möglichst zu entfernen. Die günstigste Verarbeitungstemperatur liegt bei 15–30 °C.

Entscheidend für die Verklebung/Verbindung von Klebstoffen zu Werkstoffen miteinander oder untereinander ist die Kenntnis der Oberflächenspannung der zu verklebenden Produkten – wobei zwischen niederenergetischen oder hochenergetischen Oberflächen unterschieden wird. Die jeweilige Oberflächenspannung kann sehr einfach, schnell und kostengünstig durch Dynstifte ermittelt werden. Oberflächenspannungen < 38 dyn sind niederenergetisch und > 38 dyn sind hochenergetisch. Davon hängt die Weiterbehandlung der zu verklebenden Oberfläche ab.

Für hochenergetische Oberflächen gilt i. d. R. die mechanische ggfs. chemische Vorbehandlung. Für diese Werkstoffe stehen spezielle Reiniger zur Verfügung, deren Eignung durch Tests ermittelt werden muss.

Nicht unter 10 °C und bei geringerer Luftfeuchtigkeit als 50 % lagern.

Für die Anwendung der Klebstoffe in Kartuschen wird über eine Düse eine Handdruckpistole oder Druckluftpistole eingesetzt. 

Bei Flüssigklebstoffen in 1,0 / 5,0 / 10,0 / 30,0 kg Eimern erfolgt zunächst eine Durchmischung von Harz und Härter. Anschließend erfolgt der Auftrag über Walzen, Rakel oder ggfs. Spritzen.

Bei einkomponentigen Kartuschen Klebstoffen erfolgt das Auftragen direkt durch die verwendete Düse oder über Walzen, Rakel oder ggfs. Spritzen.

Bei zweikomponentigen Klebstoffen wird z. B. eine Doppelkammerkartusche verwendet, die Applikation erfolgt über eine Wendelmischdüse aus der direkt der vermischte Klebstoff aufgetragen wird.

Hier ist von Reaktions-Klebstoffen die Rede, die einkomponentig verarbeitet werden. Das heißt, dass neben dem Klebstoff die zweite Komponente plus Feuchtigkeit und Temperatur aus der Umgebung in der Auftragsfuge reagiert, wodurch die beiden Komponenten automatisch miteinander vermischen.

In der Regel reagiert der Klebstoff beim Härtungsprozess in Abhängigkeit von Temperatur und Feuchtigkeit. Je wärmer es ist, desto schneller härtet der Klebstoff aus. Bei geringer Temperatur und hoher Feuchtigkeit erfolgt ein langsameres Härten. Bei MS-Polymerversiegelungs-, Kleb- und Dichtstoffen wird eine spannungsausgleichende elastische Klebmasse gebildet.

Auf Flächen kann der Klebstoff aufgetragen werden, solange die Hautbildungsphase (wird u. a. auch als offene Zeit oder Topfzeit bezeichnet) nicht begonnen hat. Dabei wird er mit einem Spachtel oder Rakel/Auftragswalze verteilt. Beim Spritzverfahren bedarf es besonderer Einstellung des Klebstoffes.

Bitte beachten Sie hierzu auch unsere technischen Merkblätter.

Bei zweikomponentigen Klebstoffen werden die beiden Komponenten Klebstoff und Härter getrennt angeliefert und reagieren miteinander, wenn sie vor der Anwendung vermischt werden. Sie härten aus, um die volle Klebeleistung und Festigkeit des Klebstoffes zu erreichen. Daher werden diese Klebstoffe auch „reaktive-Klebstoffe“ genannt.

Mithilfe von Doppelkammerkartuschen werden beide Komponenten kontrolliert durch ein Wendelmischrohr dosiert und zum direkten Klebstoffauftrag vermischt. Auch eine flächenhafte Anwendung ist möglich, indem die vermischte Klebstoffmasse durch einen Spachtel oder Rakel verteilt wird.

Während der Aushärtezeit der Zweikomponenten-Klebstoffe müssen die Fügeteile fixiert werden.

Ist Temperaturhärtung möglich, kann die Abbindezeit zur Weiterverarbeitung erheblich verkürzt werden.